Ausstieg aus der Krise – Tips für KMU

Ausstieg aus der Krise – Tips für KMU

Die COVID-19 Krise hat uns mit voller Wucht getroffen. Vielen Betrieben wurde kurzfristig und ohne Vorwarnung die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Von den Massnahmen waren nicht nur die unmittelbar geschlossenen Geschäfte betroffen, auch ganze Zulieferketten und Dienstleister wurden in unseren vernetzten Wirtschaftssystemen vom Lockdown arg in Mitleidenschaft gezogen.

Zwar hat der Bund mit Notprogrammen für die unbürokratische Kreditvergabe und mit der umfassenden Kurzarbeit rasch und direkt geholfen. Damit konnte zumindest das Schlimmste im Sinne von flächendeckenden Konkursen abgewandt werden. Gleichwohl ist die wirtschaftliche Substanz unserer KMU geschädigt und bedarf einer lang andauernden Genesung.

Die Krise hat jedoch auch vielen Betrieben und Geschäften erlaubt, die «Pause» aktiv zu nutzen. So wurden Geschäftsmodelle überdacht und reformiert, Vertriebskanäle optimiert, neue Kundenbedürfnisse entdeckt und viele weitere Anpassungen an der Strategie, an den Strukturen und an Prozessen vorbereitet und umgesetzt. Die Kreativität, einhergehend mit der Innovationsfähigkeit, ist bewundernswert und verdient unseren Respekt. Doch wir sind noch nicht in der Normalität zurück, und diese wird sicher anders sein als je zuvor.

Nun geht es darum, den Ausstieg aus der Krise zu antizipieren und für das eigene Unternehmen vorzubereiten. Hierzu gibt es folgende Themen, die zu beachten sind:

1. Rückgang in die Normalität – Veränderungsbedarf

Was hat sich gegenüber dem Zustand «vor Corona» verändert? Welche Kundenbedürfnisse und -verhaltensweisen sind nun systematisch anders? Hier spielen sicherlich die Digitalisierung, die Art und Weise der Kommunikation, aber auch andere bzw. neue Logistikkonzepte eine grosse Rolle. Die Frage lautet demnach: wie kann ich diese Veränderungen positiv für mein Geschäft nutzen? Wo lohnt es sich zu investieren? Was sollten wir nicht mehr tun in Zukunft? Dies sind übrigens auch die interessantesten Potenziale, um Kosten zu senken – kundenorientiert und nachhaltig.

2. Ressourcen – bereit sein für die Lockerung

Wenn der Ausstieg angekündigt wird, sollten die notwendigen Vorbereitungen für das wiedereröffnete Geschäft bereits getroffen sein. Falls zugewartet wird, bis alles restlos klar und 100% sicher ist, dann ist man tatsächlich zu spät. Auch hier empfiehlt es sich, im Voraus die Szenarien der Wiederaufnahme der Geschäfte durchzudenken und sich mit den Vorbereitungen frühzeitig auseinander zu setzen. Dazu gehört natürlich auch, die Ressourcen im Sinne von Material und Personal zeitgerecht zur Verfügung zu haben.

3. Marktposition – zielgerichtet und fokussiert

Hohe Marktanteile sind der Garant für stabiles Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg. Durch die Krise sind viele Märkte kurzfristig aus dem Ruder gelaufen. Dieses Vakuum soll genutzt werden, um bei Wiedereröffnung eine vorteilhafte Position einzunehmen. Jedes Unternehmen, welches fit ist und im Rennen vorne mitmischen will, muss sich entsprechend gut vorbereiten und auch am Start eine aussichtsreiche Position einnehmen. Hierzu sind folgende Überlegungen hilfreich: Mit welcher Kommunikation kann ich frühzeitig meine Stammkunden sichern und neue Kunden dazu gewinnen? Wie setze ich mich marketingmässig ins gute Licht, um auf mein überragendes Angebot aufmerksam zu machen? Doch aufgepasst: es geht hier nicht um Rabattschlachten und Preisnachlässe, sondern um eine effektive Kundengewinnung, welche durch Qualität und Kundennutzen hinterlegt sein soll.

4. Mindset – die richtige Einstellung

Die Krise hat uns alle schwer mitgenommen, auch psychisch. Deshalb ist es wichtig, die Vergangenheit ruhen zu lassen und mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Wer noch mit den Auswirkungen der Krise hadert, weil viel Erreichtes und Liebgewonnenes verlustig gegangen sind, wird nicht für den Aufschwung bereit sein. Freuen Sie sich auf die vielen Geschäftsmöglichkeiten, auf das Eingehen von neuen Kontakten, auf zufriedene Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten und auf eine positive Entwicklung Ihres Geschäftes. Mit der richtigen Einstellung gelingt es!

5. Unternehmenssteuerung – Planbarkeit und Führbarkeit

Auch wenn die oben genannten Empfehlungen alle einleuchtend und nachvollziehbar sind, sie müssen meist erst noch umgesetzt werden. Viele Ideen und Konzepte schaffen es nicht in die Realität, weil entweder die Planung versagt oder die Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung fehlen. Aus diesem Grund ist es wichtig, gerade jetzt in der Phase der Vorbereitung einer Revitalisierung des Geschäfts, dass die strategischen und operativen Massnahmen sauber geplant und auf ihre Machbarkeit geprüft werden. Hierzu ist ein betriebswirtschaftliches Führungssystem unabdingbar, welches klar aufzeigt:

  • was bringen diese Massnahmen an Mehrumsatz, wann wirken diese?
  • was dürfen die Projekte und Programme kosten, kann ich mir dies leisten?
  • habe ich genügend Ressourcen, um deren Umsetzung auch zum Erfolg zu bringen?
  • werden all die Mittel auch effizient eingesetzt, ist mein Unternehmen auch wirklich produktiv?
  • wie ist meine Profitabilität? Wieviel Betriebserfolg werde ich mit meinem Geschäft in Zukunft erzielen?
  • kann ich mir ein Polster erarbeiten, welches mich in Zukunft krisenresistenter macht?
  • wieviel Liquidität benötige ich in Zukunft und wie wird diese sichergestellt?

Ein solches betriebswirtschaftliches Führungssystem muss nicht teuer und kompliziert sein, weder in der Einführung noch im Betrieb. Glücklicherweise gibt es bewährte und wirksame Instrumente, welche sich gerade in der jetzigen Zeit äusserst gut für die Planung und Führung von neu ausgerichteten Unternehmen eignen.

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